Arbeitsblätter zum Download

Verbunden sein, ohne sich selbst oder den anderen zu verlieren

Gerade in Beziehungen zu Menschen, die uns besonders nahestehen, fällt es manchmal schwer zu erkennen, was zu uns selbst gehört, was zum anderen gehört und wo sich beides miteinander vermischt.

Das betrifft nicht nur Eltern und ihre erwachsenen Kinder, sondern ebenso Partnerschaften und andere enge Beziehungen.

Wir möchten helfen, unterstützen, beschützen und verstanden werden. Meist meinen wir es gut. Doch manchmal wird aus Fürsorge Übernahme, aus Sorge Kontrolle, aus Hilfe Einmischung – oder wir stellen unsere eigenen Bedürfnisse immer weiter zurück und verbiegen uns aus Sorge, Schuldgefühl oder Angst vor Enttäuschung bis hin zur Selbstaufgabe.

Besonders bei psychischen Belastungen kann es schwierig sein zu erkennen, wie viel Unterstützung hilfreich ist und wo die Verantwortung des anderen beginnt.

Die Arbeitsblätter möchten dazu einladen, den Blick zunächst auf sich selbst zu richten:

Was geschieht gerade in mir?
Was gehört zu mir – und was zum anderen?
Wo helfe ich, und wo übernehme ich?
Welche Erwartungen darf ich loslassen?
Wo brauche ich eine Grenze?

Es geht nicht darum, den anderen zu verändern oder Schuldige zu finden. Es geht darum, eigene Muster zu erkennen, Verantwortung dort zu lassen, wo sie hingehört, und den anderen als eigenständigen Menschen zu respektieren – ohne sich dabei selbst zu verlieren.

Ich darf anders sein als du. Du darfst anders sein als ich.
Wir können miteinander verbunden sein und trotzdem frei bleiben.

Die Arbeitsblätter dienen der persönlichen Reflexion und Prävention und ersetzen keine psychotherapeutische, psychiatrische oder medizinische Behandlung.

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„Das größte Geschenk, das wir einem anderen Menschen machen können, ist die bedingungslose Akzeptanz.“   
– Carl Rogers